Jun
10
2008

Prolog

Kanadisch für Spione” wird als Fortsetzungsroman in der unsichtbaren Bibliothek veröffentlicht. Dies ist bereits der dritte Teil. Wenn Du die Geschichte von Anfang an lesen möchtest, dann klicke bitte hier.

Prolog

Teil 3 von Kanadisch für Spione

Teil 3 von Kanadisch für Spione

Diese Geschichte sollte eigentlich davon handeln, wie Michael Meier eine Frau fand, vier Kinder zeugte und ein glücklicher Mensch wurde. Aber für solche Dinge hatte er keine Zeit.

Denn in einem kleinen Hinterzimmer einer Kunstgalerie berieten zwei Männer im Flüsterton über hohe Renditechancen, Geschäfte im Graubereich und satte Vermittlerprovisionen. Der Erste war nur ein Paketlieferant, wie er betonte. Der Zweite stellte nur einen Kontakt her, einen lukrativen, zugegeben. Im Nebenzimmer machte ein Praktikant mit doppeltem Hochschulabschluss in Kunstgeschichte und BWL das, was er als hoch motivierter, zwei Fremdsprachen sprechender, gut ausgebildeter Endzwanziger von einem unbezahlten Praktikum erwarten konnte: Er kochte Kaffee und hörte zu. Etwas später fühlte er sich als guter Staatsbürger verpflichtet, die Behörden über die Vorkommnisse in diesem kleinem Hinterzimmer zu informieren.

Als die beiden Männer sich einig waren, verließen sie das Hinterzimmer nicht etwa durch den Haupteingang der Gemäldegalerie. Vielmehr traten sie durch eine kleine Tür in eine Töpferwerkstatt, deren Produkte etwas verschämt im hinteren Teil der Galerie feilgeboten wurden.

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